In Berlin investieren
Der stetig wachsende Strom an Künstlern, Geschäftsleuten und immer mehr Touristen aus allen Herren Ländern verändert das Gesicht Berlins mehr und mehr zu einer internationalen Metropole. Die Geschäfte der Berliner Unternehmen florieren, sie verkaufen mehr Waren und erbringen mehr Dienstleistungen als je zuvor. Die Studie European Cities Monitor der internationalen Immobilien Beratungsgesellschaft Cushman & Wakefield ergab, das Berlin jetzt sogar München als Geschäftsstadt überholt hat.[1]

An den Hochschulen der deutschen Hauptstadt studieren immer mehr junge Menschen aus dem Ausland. Die Hauptstadtfunktion bringt Berlin enormen Nutzen. Ausländer, die Deutschland besuchen, kommen meist auch nicht um das Zentrum der Politik umhin. Daher verwundert es nicht, dass fast die Hälfte der Berlin-Anhänger Ausländer sind.
Dies belegen immer mehr Untersuchungen und Umfragen. Eine Studie von IBM über globale Standorte hat kürzlich herausgefunden: „Berlin profitiert stark von seinem internationalen Image als vibrierender Ort für junge und kreative Leute“. Bei Facebook hat Berlin schon genau so viele Fans wie die britische Hauptstadt London und liegt in Europa somit an der Spitze. Die Zahl der Übernachtungen in Hotels und Herbergen hat die Marke von 20 Millionen übersprungen. Nur noch New York wird von mehr Touristen besucht.[2]


Noch vor 10 Jahren hat die Stadtverwaltung durch Millionenzuschüsse den Wohnungsbestand, insbesonder die Plattenbauten stark reduziert. Mittlerweile ist der Leerstand bei nur drei Prozent angekommen. Unter Experten gilt das zwar als optimale Größe, um Umzüge und Wohnungsmodernisierungen auszugleichen, der Trend zu immer mehr Haushalten hält jedoch weiter an.[3]
Diese Entwicklung schlägt sich auch auf die Immobilienpreise in Berlin durch. Mittlerweile werden in den Top-Lagen der Hauptstadt mit München vergleichbare Preise verlangt. Dieser Trend wird sich auch auf Grund des immer geringeren Leerstandes noch verstärken. Die vom Immobilienverband Berlin-Brandenburg (IVD) erfassten Abschlussmieten lagen um ca. 35 Prozent über den sogenannten ortsüblichen Vergleichsmieten. Die Daten basieren zwar auf dem Mietspiegel aus dem Jahr 2008, allerdings wurden anders als im Mietspiegel ausschließlich neue Mietabschlüsse ausgewertet. Nach einer kürzlich veröffentlichten Studie des Maklerhauses Engel&Völkers weerden für gute Lagen im Durchschnitt schon 6,50 Euro pro Quadratmeter und Monat (netto und kalt) bezahlt. Nach den Zahlen des Immobilienverbandes IVD liegt die monatliche Nettokaltmiete hier bei 5,80 Euro pro Quadratmeter – und in besonders guten Lagen sogar bei 9,50 Euro. Experten gehen davon aus, dass sowohl bei Mieten als auch bei Eigentumswohnungen in den beliebten Berliner Wohnquartieren weiter mit steigenden Preisen zu rechnen ist. „In Top-Lagen von Mitte, Charlottenburg-Wilmersdorf und Prenzlauer Berg sind teilweise Münchener Verhältnisse mit Spitzenmieten von 18 bis 12 Euro zu beobachten“.[4]

Durch die besondere Geschichte der ehemaligen und heutigen Hauptstadt Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg fand in Berlin noch nicht der rasante Anstieg der Immobilien-Preise statt, wie er in anderen Metropolen der Welt - etwa in New York, London, Tokyo oder Moskau – zu beobachten ist, wo für Eigentumswohnungen in 1a-Lage durchaus schon mal 15.000 bis 25.000 Euro pro Quadratmeter verlangt wird. Hier bietet Berlin aber ein enormes Potential zur Entwicklung. Dies belegen auch Preissteigerung in den letzten Jahren, die bei sechs bis sieben Prozent lagen.[5]
Auch 2011 hielt dieser Trend weiter an, wobei es sich in den Trendbezirken[6] Mitte und Prenzlauer Berg sogar noch verstärkte und auf bis zu 14 Prozent stieg.[7]

[1] Berliner Morgenpost vom 10.10.2010 – Berlin überholt München als Business-Stadt
[2] Berliner Zeitung vom 17.12.2010 – Die coolste Stadt Europas
[3] Berliner Morgenpost vom 11.05.2011 – 60.000 Wohnugen fehlen
[4] Berliner Morgenpost vom 27.10.2010 – Münchner Verhältnisse in Top-Lagen von Berlin
[5] Berliner Morgenpost vom 04.12.2010 – Berlin – Welthauptstadt der günstigen Preise
[6] Handelsblatt vom 17.05.2011 – Die neue Lust auf Berlin
[7] immowelt.de vom 04.05.2011 – Wohnen in Berlin wird immer teurer

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